| Der Landschaftspark Rittergut Eckerde I begeistert in seiner jetzigen Gestaltung seit 2002 die Besucher. Von Mai bis Oktober öffnen die Besitzer Anno und Karin von Heimburg an jedem 1. Sonnabend im Monat die Pforten und führen interessierte Besucher selbst durch den Park. Über viele Jahre sah man, so der Hausherr, „den Wald vor lauter Bäumen nicht“, denn von dem um 1896 angelegten Park gibt es keine zeitgenössischen Pläne mehr. Mit Gartenexperten wurde ein Konzept erarbeitet und mit viel Engagement umgesetzt. Rund 200 Bäume mussten weichen, der Teich wurde entschlammt, Wege wurden freigelegt und Blickachsen geschaffen. Heute zählt der Park zu den schönsten historischen Landschaftsgärten Niedersachsens. Mit seinen Solitären ist er ein Kleinod für Dendrologen. All jene, die die Schönheit der gestalteten Natur lieben, begeistert der Park durch sein Farbspiel, das gerade jetzt, im beginnenden Herbst, wieder eine besondere Pracht entfalten wird. Dass Träume wahr werden können, das zeigt jetzt auch das Projekt Oper auf dem Lande, denn schon lange hat die Hausherrin Karin von Heimburg die Idee, eine Opernaufführung im Stile vom englischen Glyndebourne in ihrem Park zu verwirklichen. Mit der Unterstützung durch die Stiftung Edelhof Ricklingen und engagierten Künstlerinnen und Künstlern kann dieser Traum in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Gartenführungen am 1. Sonnabend im Monat von Mai bis Oktober in der Zeit von 12 bis 18 Uhr Gruppen nur nach Anmeldung unter 0 51 05. 14 13 Anfahrt Rittergut Eckerde I Alte Dorfstraße 2, Barsinghausen (OT Eckerde) Hannover, Tönniesbergkreisel B65 bis Everloh links, Richtung Gehrden Leveste Eckerde www.rittergut-eckerde1.de Der Edelhof Ricklingen In Ricklingen soll das gleichnamige, im Calenberger Land reich begüterte Edelherrengeschlecht den Schwerpunkt seiner Besitzungen gehabt haben. Mechthild v. Ricklingen, mit der diese Familie ausstarb, vermachte ihr Eigentum Ende des 12. Jahrhunderts der Kirche zu Minden. In der Folgezeit wurde die Familie v. Alten mit Ländereien in Ricklingen belehnt. Diese bilden den Grundstock des auch heute noch der Calenberger Ritterschaft angehörenden meist kurz „Edelhof“ genannten Ritterguts Ricklingen. Die Gutsanlage hat durch den Zweiten Weltkrieg erhebliche Beschädigungen erlitten. Zwar konnte das Herrenhaus gerettet werden, das angrenzende Gebäude und ein großer Ochsenstall wurden 1943 aber durch Bomben zerstört. Die zum Gut gehörende Kapelle aus der Zeit um 1300 brannte ebenfalls aus. Nachdem diese bereits 1965 renoviert werden konnte, sah es der derzeitige Eigentümer Victor Jürgen v. der Osten nach seiner Besitzübernahme als eine vordringliche Aufgabe an, die alte Gebäudesubstanz unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes zu retten. Die Renovierung der vorhandenen Bausubstanz wurde ergänzt durch Neubauten, die sich in Größe und Gestaltung der alten Struktur anpassen. Das Gesamtensemble, dem durch seine Bauten, seinen Garten und Wald, aber auch durch seine Lage am Rande eines Naturschutzgebietes bei unmittelbarer Citynähe eine Besonderheit nicht abzusprechen ist, rechtfertigen die Bemühungen um die Instandhaltung. Um ihm wichtige Ziele, nämlich die Pflege erhaltenswerter Gebäude und Gartenanlagen, aber auch Maßnahmen in den Bereichen der Kunst und Kultur sowie der Kranken- und Altenpflege, nach Kräften zu unterstützen, hat der derzeitige Eigentümer im Jahre 1994 die „Stiftung Edelhof Ricklingen“ ins Leben gerufen. Aus Mitteln der Erträge des von ihm zur Verfügung gestellten Stiftungsvermögens, aber auch eingeworbener Spenden, werden kulturelle, soziale und mildtätige Maßnahmen gefördert, die in der Tradition ritterlicher Verpflichtungen zu sehen sind. Anfahrt Edelhof Ricklingen Edelhof Ricklingen, Am Edelhofe 8, 30459 Hannover Anfahrt U-Bahn: Linie 3 oder 7 bis Haltestelle Beekestr./ Freizeitheim Ricklingen Beekestraße Am Edelhofe Anfahrt Auto: Ricklinger Stadtweg Beekestraße An der Bauerwiese Parkplatz Kneippweg Fußweg Hahnensteg Beekestraße Am Edelhofe Das Kloster Wöltingerode Das Kloster Wöltingerode liegt am Rande des Harzes im Okertal, zwischen Goslar und Vienenburg. Eine mehr als ein Kilometer lange Mauer umgibt die gesamte Anlage. Die Klosterkirche mit ihrem hohen Turm, alte Baumbestände und imposante Gebäude weisen auf die Bedeutung des Klosters in vergangener Zeit hin. Drei Söhne des Grafen Ludolf I. gründeten das Kloster Wöltingerode im Jahr 1174. Nach 14 Jahren Benediktinerkloster wurde es 1188 in ein Kloster für Zisterziensernonnen umgewandelt. Die heutigen Ausmaße des Klosters wurden in dieser Zeit festgelegt. Zu einem Neuaufbau kam es 1676 nach einer Feuersbrunst. Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel Wöltingerode an das Königreich Hannover und wurde 1816 dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfond zugeführt. Im letzten Jahrhundert war im Kloster Wöltingerode die berühmte Landfrauenschule des Reifensteiner Verbandes, der Sitz der Welfenakademie und ein Amtssitz Vienenburgs untergebracht. Heute sind in der barocken Klosteranlage mit Kirche und Kreuzgang das Klosterhotel, die Kornbrennerei der Klosterkrug und eine Parkanlage mit Damwildgehege zu finden. Der Harzer Klosterwanderweg verbindet auf ca. 32 km entlang des nördlichen Harzrandes Sehenswürdigkeiten zwischen Drübeck, Ilsenburg, Wöltingerode und Grauhof bei Goslar. |
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